baffo

Hohe warte Nordwand-Klettersteig
Der herrliche Aufstieg zum Gipfel der Hohen Warte (2.780 m) ist hier in zwei Tagen verteilt. Aus der Berghütte Tolazzi (1350m/ Parkplatz) erreicht man am ersten Tag die Lambertenghi-Romanin Berghütte (1,30 Std.– 1970 m), wo übernachten kann.
Am folgenden Tag überquert man den Wolayer Pass, nimmt den südöstlichen Weg und steigt eine felsige Rinne hinauf, etwas von den Überresten eines kleinen Gletschers bedeckt.
Hier verlässt man den Weg, der nach der Scharte Valentintörl links führt, und steigt durch Kiese und Gerölle nach rechts bis zum Wandfuß hinauf, wo die Markierung blau-weiß zeigt den Beginn des Klettersteiges (2250 m).


DER KLETTERSTEIG

Der Weg geht direkt hinauf, durch eine senkrechte Kante und verschiedene ausgesetzten aber gut gesicherten Rillen.
Durchquert dann eine sehr geneigte (60°) und glatte Platte: die Platte ist meistens nass und, trotz einiger kleinen Kerben für die Füße, erfordert Kraftaufwand und total Schwindelfreiheit (Unterschrift des Wegebuchs).
Kletternd nach einer echt alpinistischen Route (Schwierigkeit D+) geht man weiter bis zur Überquerung eines schmalen Schuttbandes.
Pausenlos stiegt der Weg weiter durch einige felsigen Verschneidungen und Kamine hinauf, die ein angenehmes Fortschreiten erlauben, auch ohne das Drahtseil zu benutzen.
Hier kommt man auf einem Absatz und links hebt sich der Gipfel (1 St.). Nach dem ersten aufwändigen Abschnitt gewährt die Terrasse eine Pause. Das Drahtseil zeigt manche Unterbrechungen.
Jetzt lässt der Weg fast vertikale Striche auf festem Fels und flachere Striche auf instabilen Felsen und Kiesen (Achtung für nachfolgende Bergsteiger!) aufeinander folgen und erlaubt hie und da auch ohne Hände fortzusetzen.
Nach einer kurzen Strecke von Weg führt die Route schnell zum Grat, viel oder weniger senkrecht aber immer auf festem Fels.
Der Klettersteig geht um den oberen Grat anfangs links und dann rechts zeigend eine atemberaubende Aussicht der unten liegenden Lambertenghi-Romanin Hütte und des Forni Avoltri Tals. Kurz weiter kann man einen großen Wand mit einem Überhang von 500 m bewundern!
Den dünnen Grat entlang (Grenzlinie Italien-Österreich), führt endlich die Route relativ bequem bis zum Gipfel, wo noch Schützengrabenreste sichtbar sind.


 

ABSTIEG

a) Abstieg über den südseitigen Normalweg anfangs auf einfachen Felsen (150-200 m) und dann durch einen großen Schotterfeld.
Am Ende des Schotterfeldes, biegend nach links, steigt man über den Weg 143 die Grassteilhänge des Bergs Pic Chiadin hinauf und erlangt dann die Marinelli-Hütte (1 St. vom Gipfel); von hier aus kommt man bequem zur Tolazzi- Hütte (1-1.30 St. von der Marinelli-Hütte).
b) Abstieg über „Sentiero Spinotti/ Hohen Gang: am Ende des Schotterfeldes (weglassend den Weg 143 nach Pic Chiadin) geht man noch hinunter zwischen Felsen und Weiden bis zur Kreuzung mit dem Weg 145: Sentiero Spinotti/ Hohen Gang. Hier geht man rechts (nach links führt der Weg nach Marinelli-Hütte) und erreicht, nach einem Abbiegen, eine Panoramakanzel (Ausläufer vom Coston Stella/ 2200 m).
Eine Reihe von hölzernen Stufen und andere Anlagen erlauben auf dem Fels noch abzusteigen und nach einem weiten Abbiegen geht man weiter nach West bis zu einem Rasenstück.
Aus hier steigt man wieder nach Norden hinab, wo dank des neu wieder instand gesetzten Klettersteigs, nach einer in einem Kamin hineingeschlagenen Eisentreppe, den Wandfuss erreicht (1900 m). Eine deutliche Spur führt dann hinunter: anfangs geht sie links durch den Couloir, danach zwischen Latschenkiefer, endlich verbindet sie sich mit dem Weg 144 in der Nähe unserer Berghütte.

baffo copia